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Lichtblicke für die Seele 

Behandlungsverfahren

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Kostenlose Medizin: Das Lachen

Der Volksmund sagt: „Lachen ist die beste Medizin!“ Nun soll ja bekanntlich bei jeder Medizin zu Risiken und Nebenwirkungen der Arzt befragt werden. Was sagen denn da die Fachleute von der „Gelotologie“, der Wissenschaft vom Lachen, dazu?

Ist diese Art von Gefühlsäußerung überhaupt ein Heilmittel? Kann Lachen als erlebter Ausdruck von Emotionalität Geist und Körper positiv beeinflussen? Wenngleich möglicherweise auch heute noch viele Mediziner über dieses Thema nur müde lächeln, so haben sich doch schon viele namhafte Psychotherapeuten mit diesem Phänomen der Seelensprache und seinen Heilungspotentialen beschäftigt.

Rubinstein beschrieb beispielsweise 1985 das Lachen als unwillkürliche Körperreaktion auf eine als angenehm empfundene Emotion. Beim Lachen sind nicht nur die Muskeln für die Atmung, das Sprechen, die Bewegungen des Kopfes und des Rumpfes in Aktion; auch die Arm- und Beinmuskulatur lockert sich, es kommt zu Veränderungen der Herz-Kreislaufaktivitäten, der Pupillen, der Hormonausschüttung, zur Steigerung des Immunsystems und der Gehirnaktivität; ja selbst die Verdauungssäfte werden angeregt und reichlicher produziert. Zusätzlich lässt das Schmerzempfinden nach und Stress wird abgebaut. Lachen unterbricht darüber hinaus auf angenehme Weise konzentrierte und anstrengende Gedankengänge, wodurch Kreativität und Arbeitsleistung letztlich gesteigert werden. Vereinfacht ausgedrückt: beim Lachen ist der gesamte Körper einbezogen („sich schütteln vor Lachen“); es bringt Entspannung, der Stoffwechsel wird angeregt und für die Gemütsverfassung zieht ein Hoch auf.

Lachen2.jpg (10445 Byte)Es ist also nicht mehr nur lächerlich, sich mit dem Thema Lachen zu beschäftigen. Das Lachen ist häufig sichtbarer Ausdruck von Humor. Ob es sich bei diesem um eine Persönlichkeitseigenschaft handelt, die jemand mehr oder weniger „mit in die Wiege gelegt“ bekommen hat, oder um eine Fähigkeit, die auch zum Teil erlernt werden kann, ist nebensächlich. Wichtig erscheint, dass dieses Phänomen mit seiner potentiellen Heilkraft möglichst lebenslang gepflegt, weiterentwickelt und genährt werden sollte, um wenigstens ein Stückchen der Schwermütigkeit, Bitterkeit und Lustlosigkeit vorzubeugen. In welcher Dosis und welcher Verabreichungsform soll nun therapeutischerseits diese „Medizin“ verordnet werden? Prof. Dr. Dr. Hirsch aus den Rheinischen Kliniken Bonn schreibt 1998 hierzu, ein Therapeut, der Humor in einer Behandlung einsetzen will, muss auch selbst über eine gehörige Portion Humor verfügen. Er soll über sich selbst, seine eigenen Unzulänglichkeiten und menschlichen Schwächen lachen können, auch wenn sie ihm z.B. von den Patienten vor Augen geführt werden. Ratschläge, Anweisungen, Verordnungen, Besserwisserei und Allmachtsgefühle hemmen den Humor. Dieser ist keine Pille, die man verschreiben und die geschluckt werden kann; er muss vom Arzt „verabreicht werden“, als sei es ein Stück von ihm. Jede humorvolle Bemerkung im Rahmen einer Behandlung sollte die aktuelle Situation, das jeweilige Stimmungsbild und die persönlichen Voraussetzungen des Patienten berücksichtigen. „Humortechniken“ wie Wortspiele, Witze, Übertreibungen, Cartoons oder Clownerie fördern den Heilungsprozess oft mehr als langwierige Behandlungen. Die Patienten müssen achtsam an diese Medizin herangeführt werden und sollen durch Rückmeldungen auf ihre humorvollen Reaktionen auch positive Verstärker erleben. Gerade in Lebensphasen, die durch Isolation, Vereinsamung und Verluste geprägt sind, ist der Humor als „sozialer Schnellbinder“ notwendig und im positiven Sinne ansteckend! Er stärkt die Abwehrkräfte, fördert das Selbstvertrauen und verringert Gefühle von Hilflosigkeit, Schmerzen, Angst und weiteren depressiven Symptomen

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