| Ergotherapie (Arbeits- und Beschäftigungstherapie)
Der Begriff
Ergotherapie ersetzt heute die alte Bezeichnung Arbeits- und Beschäftigungstherapie. Die
sinnvolle Betätigung, die Freude am eigenen Tun, die Anregung kreativer Impulse und die
Stärkung der gesunden Kräfte stehen in der Ergotherapie im Vordergrund. In der
Beschäftigungstherapie geht es eher um den Prozess sozialen und kreativen Handelns und
weniger um die Leistung oder ein Produkt als solches.
Die Erfolge im Bereich der Beschäftigungstherapie
zeigen, dass selbst in den Stadien akuter Krankheit - wie etwa der autistischen
Schizophrenie - die Patientinnen und Patienten in auffälligem Maße zu eigenen, kreativen
Handlungen fähig sind. Zu den Aufgaben gehört darüber hinaus das Wiedereinüben
alltäglicher Verrichtungen wie Einkaufen, Waschen, Kochen, Saubermachen.
Die Arbeitstherapie umfasst die wirkliche",
also die leistungs- und produktbezogene Arbeit. Die jeweiligen Arbeiten müssen der
Verfassung und den Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten angepasst werden. Die
Arbeitstherapie verbessert nachweislich nicht nur die Arbeitsleistung, sondern das
psychische Befinden insgesamt sowie die soziale Eingliederung. Außerdem hebt sie die
subjektive Lebensqualität. Hier ist sprichwörtlich der Weg das Ziel: Die Arbeit ist in
dieser Therapieform Mittel und Ziel der Behandlung. |