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Traditionell haben wir in Warstein das HLT bei der
Suchtkrankenbehandlung, besonders bei Alkoholkranken, eingeführt und entwickelt. Hinzu
kommen mehrfacherkrankte Patienten, z. B. Alkoholkranke mit zusätzlichen
Schädelhirntraumata oder mit schizophrenen Symptomen.
Neben diesen Gruppen des Suchtbereiches erhalten auch
zunehmend Patienten des geriatrischen Bereichs HLT, um kognitive Ausfälle (Konzentration
und Gedächtnis) zu verändern, zum Beispiel durch das Training von internen und externen
Gedächtnisstützen und Memotechniken. Wenn bei Patienten kognitive Defizite vom Arzt
festgestellt werden oder bei Eingangstestuntersuchungen Defizite sich abzeichnen, wird das
HLT eingeschaltet.
Ein verhaltenstherapeutisch ausgebildeter
Diplom-Psychologe mit neuro-psychologischer Zusatzfortbildung macht nach der
diagnostischen Abklärung den Stationen Behandlungsvorschläge und erstellt für das
Trainerteam (zur Zeit drei Pflegestellen; speziell ausgebildete Krankenschwestern und
-pfleger) einen Behandlungsplan und begleitet das Training. Eine Behandlungsdauer von 30
Therapiesitzungen hat sich bei vielen Störungen als optimal herausgestellt.
Das Training erfolgt nach verhaltenstherapeutischen
Verstärkungsprinzipien, wobei neben Defiziten immer auch die Fähigkeiten des einzelnen
berücksichtigt werden, um das Training leistungsadäquat und motivationsfördernd zu
gestalten. Zur Beurteilung von Veränderungen werden Verhaltensbeobachtungen und
psychologische Testverfahren herangezogen. Das Trainingsmaterial wird selbst erstellt,
übernommen oder modifiziert verwendet, zum Beispiel:
a) Lern- und Gesellschaftsspiele,
b) neuropsychologische Trainingsprogramme oder Gehirn- Jogging-Verfahren und
c) computergestützte Hirnleistungstrainings-Programmteile.
Das HLT ist auf seine Wirksamkeit in vielen Studien
überprüft worden und wird von uns ständig weiterentwickelt, um es zusätzlichen
Patienten zugute kommen zu lassen. |