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Lichtblicke für die Seele

Behandlungsverfahren

Hirnleistungstraining (HLT) fördert Ressourcen

Unter Hirnleistungstraining (HLT) versteht man eine neuro-psychologische Therapieform, die sich mit der strukturierten Förderung meßbarer oder beobachtbarer Defizite nach Hirnschädigungen beschäftigt.

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Alle Einwirkungen, die zu einer organischen Schädigung des Gehirns und zu einer daraus resultierenden reversiblen oder irreversiblen Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit und der vom Zentralnervensystem gesteuerten Funktionstüchtigkeit führen, werden als hirnorganische Schädigungen bezeichnet. Die Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit geht zumeist einher mit Konzentrations- und Merkschwäche, Denkverlangsamung, rascher Ermüdbarkeit und psychischer Labilität: Die Symptome werden durch Hitze, Alkohol, Nikotin und andere Belastungen verstärkt.

Traditionell haben wir in Warstein das HLT bei der Suchtkrankenbehandlung, besonders bei Alkoholkranken, eingeführt und entwickelt. Hinzu kommen mehrfacherkrankte Patienten, z. B. Alkoholkranke mit zusätzlichen Schädelhirntraumata oder mit schizophrenen Symptomen.

Neben diesen Gruppen des Suchtbereiches erhalten auch zunehmend Patienten des geriatrischen Bereichs HLT, um kognitive Ausfälle (Konzentration und Gedächtnis) zu verändern, zum Beispiel durch das Training von internen und externen Gedächtnisstützen und Memotechniken. Wenn bei Patienten kognitive Defizite vom Arzt festgestellt werden oder bei Eingangstestuntersuchungen Defizite sich abzeichnen, wird das HLT eingeschaltet.

Ein verhaltenstherapeutisch ausgebildeter Diplom-Psychologe mit neuro-psychologischer Zusatzfortbildung macht nach der diagnostischen Abklärung den Stationen Behandlungsvorschläge und erstellt für das Trainerteam (zur Zeit drei Pflegestellen; speziell ausgebildete Krankenschwestern und -pfleger) einen Behandlungsplan und begleitet das Training. Eine Behandlungsdauer von 30 Therapiesitzungen hat sich bei vielen Störungen als optimal herausgestellt.

Das Training erfolgt nach verhaltenstherapeutischen Verstärkungsprinzipien, wobei neben Defiziten immer auch die Fähigkeiten des einzelnen berücksichtigt werden, um das Training leistungsadäquat und motivationsfördernd zu gestalten. Zur Beurteilung von Veränderungen werden Verhaltensbeobachtungen und psychologische Testverfahren herangezogen. Das Trainingsmaterial wird selbst erstellt, übernommen oder modifiziert verwendet, zum Beispiel:

a) Lern- und Gesellschaftsspiele,
b) neuropsychologische Trainingsprogramme oder Gehirn- Jogging-Verfahren und
c) computergestützte Hirnleistungstrainings-Programmteile.

Das HLT ist auf seine Wirksamkeit in vielen Studien überprüft worden und wird von uns ständig weiterentwickelt, um es zusätzlichen Patienten zugute kommen zu lassen.

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erstellt vom Stadtmarketingverband Warstein e.V. in Zusammenarbeit mit den LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein Inhaltsübersicht
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