Was
ist eine Tagesklinik?
Tagesklinik bedeutet, dass PatientInnen zu Hause schlafen und auch das
Wochenende zu Hause verbringen. Sie sind - vergleichbar einem geregelten
Arbeitstag - von 8.00 Uhr am Morgen bis 16.00 Uhr am Nachmittag zur
Behandlung bei uns. Dabei ist das tagesklinische Behandlungsprogramm, da es
zeitlich konzentriert ist, eher noch intensiver als bei einer "voll"-stationären
24-Stunden-Behandlung im Krankenhaus.
Wann ist eine Tagesklinik angebracht?
Eine tagesklinische Therapie kommt infrage, wenn eine ambulante Behandlung
nicht ausreicht und eine vollstationäre Behandlung nicht notwendig ist. Sie
ist nicht möglich, wenn Sie nicht in der Lage sind, täglich pünktlich zu uns
zu kommen. Auch wenn Sie ein akutes Suchtproblem oder konkrete
Selbstmordgedanken haben, ist unsere Tagesklinik nicht der richtige Ort.
Sollte Ihre häusliche Umgebung derzeit extrem belastend sein, kann es
sinnvoller sein, ganz in die Klinik zu kommen. In allen anderen Fällen ist
es für die Therapie hilfreich und für PatientInnen sehr viel angenehmer,
wenn sie am späten Nachmittag nach Hause zurückkehren und nicht aus ihrer
häuslichen Umgebung herausgerissen werden.
Wie kommt man in die Tagesklinik?
Sie rufen uns an (Warstein: Tel. 02902 82-1600; Lippstadt: Tel. 02941
9671-01; Soest: 02921 96988-0) und vereinbaren einen
Vorgesprächstermin. Dieses ambulante Vorgespräch, für das Sie eine
Überweisung benötigen, dauert eine knappe Stunde. Dabei wird geklärt, welche
Behandlungsform (ambulant, tagesklinisch oder vollstationär) in Anbetracht
der Vorgeschichte, der akuten psychischen Verfassung und der Zielsetzung aus
unserer Sicht angezeigt ist. Dabei geht es auch um die Frage, ob unser
Angebot Ihren Erwartungen entspricht. Wenn wir eine Aufnahme miteinander
vereinbaren, müssen Sie noch eine vergleichsweise kurze Zeit (meist sind es
2-4 Wochen) warten, bis Sie aufgenommen werden können. Vor dem Vorgespräch
empfiehlt es sich, dass Sie mit Ihrer/m behandelnden Ärztin/Arzt oder
Therapeutin/Therapeuten über eine eventuelle tagesklinische Behandlung
sprechen.
Wie sieht die Behandlung aus?
Bei der Aufnahme vereinbaren Sie mit uns einen sehr umfassenden,
verbindlichen Therapieplan, der Gespräche, Körper orientierte Therapien,
kreative Therapien, Entspannungsverfahren und vieles andere enthält. Dadurch
haben Sie viele Anregungsmöglichkeiten und kaum Leerlauf, allerdings in
ausreichendem Maß Pausen und Rückzugsmöglichkeiten. Neben regelmäßigen
Einzelgesprächen finden viele Therapien statt, die Sie zusammen mit den
anderen PatientInnen machen. Behandelt werden Sie von einem größeren Team,
das aus verschiedenen Berufsgruppen unter ärztlicher Leitung zusammengesetzt
ist. Im Fall prekärer sozialer Verhältnisse erhalten Sie auch Unterstützung
durch unsere Sozialarbeiterin.
Wer bezahlt die Behandlung in der Tagesklinik?
Die Kosten der Tagesklinik werden von der Krankenkasse getragen. Als einzige
klinische Einrichtung sind Tageskliniken von der Selbstbeteiligung befreit.
Die Fahrtkosten werden von der Krankenkasse zum allergrößten Teil
übernommen. PatientInnen kommen mit ihrem eigenen Pkw oder mit öffentlichen
Verkehrsmitteln. Ein Transport mit dem Taxi ist nur in medizinisch
begründeten Fällen möglich.
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